Directors Lounge Screening: Max Hattler – Abstract Articulations

Directors Lounge Screening Max Hattler Abstract Articulations 20 Years of Audiovisual Experiments at Z-Bar Berlin

Directors Lounge Screening

Max Hattler –  Abstract Articulations
20 Jahre Audiovisueller Experimente

Sonntag, 27 Juli 2025, 17 Uhr

Z-Bar
Bergstraße 2
10115 Berlin-Mitte

Max Hattler ist ein deutscher Künstler, Filmemacher und Animator, der derzeit in Hongkong lebt und lehrt. Seine animierten Werke lassen sich am besten als experimentelle Filme oder experimentelle Animationen beschreiben. Diese stehen in starkem Kontrast zu traditionellen Animationstechniken. Seine Filme enthalten weder Zeichentrickfiguren noch traditionelle narrative Elemente. Tatsächlich ist der Begriff „Animation” für seine Arbeit nicht ganz zutreffend, ebenso wenig wie „Trickfilm”, da beide Begriffe aus dem Mainstream-Erzählstil stammen. Hattler arbeitet oft mit abstrakten Formen und Gestalten, die sich multiplizieren, die Leinwand einnehmen und sie in einen ganzen Makrokosmos verwandeln.

In seinen Filmen erforscht der Künstler eine Vielzahl von Bildgestaltungstechniken, darunter analoge und fotografische Methoden sowie 3D- und 2D-Digitalanimationen. Jeder Film hat sein eigenes einzigartiges Aussehen und seine eigene Tiefe oder taktile Oberfläche.

Der Ton seiner Filme ist kraftvoll und kann als pointiert synchron mit den Bildern beschrieben werden. Hier wird besonders deutlich, dass Hattler in einem akademischen und künstlerischen Umfeld arbeiten kann, das von Kollaboration geprägt ist. Der Künstler nennt Norman McLaren (schottisch-kanadischer Künstler, der von den 1930er bis 1970er Jahren tätig war) als eine seiner Inspirationsquellen. Schon McLaren experimentierte mit Tuschezeichnungen auf der optischen Tonspur als Quelle des Sounds. Mit einem ähnlichen Ansatz schuf Hattler alle Klänge in Norm (2025), indem er das Bild des Films direkt als optische Tonspur auslas, sodass „man das hört, was man sieht“. Andere Filme, wie Shift (2012), sind direkte Kollaborationen mit Klangkünstlern.

Zwei aktuelle Filme, TWENTYT??WT (2023) und Serial Parallels (2019), wurden in der dichten städtischen Umgebung von Hongkong gedreht. Beide Filme verwenden Stop-Motion-Techniken, um Hochhäuser zu animieren. Serial Parallels nutzt die Wiederholung von Fassadenelementen von Wohn- und Industriehochhäusern aus und verwandelt so Fenster, Balkone und Klimaanlagen in strukturelle Elemente abstrakter beweglicher Oberflächen. Beide Filme scheinen zu thematisieren, wie das rasante Wachstum von Städten wie Hongkong eine ganz neue Art von Modernität schafft, die westliche Zuschauer als dystopisch oder surreal empfinden könnten.

Wir freuen uns, dass Max Hattler seine Filme persönlich vorstellen und für Fragen und Antworten zur Verfügung stehen wird. Kuratiert von Klaus W. Eisenlohr.

www.maxhattler.com
www.zbarberlin.com
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